Freitag, 4. September 2015

Zwiebelmuster - das erfolgreichste Dekor in blau

Zwiebelmuster wird ein kobaltblaues Unterglasurdekor auf Porzellan genannt. Es ist das erfolgreichste Blaudekor der Porzellangeschichte
Natürlich finden Sie auch das alterhwürdige Zwiebelmuster bei mir im Geschäft
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Das Zwiebelmuster wurde ab 1730 nach fernöstlichen Vorbildern entwickelt. Eines der ältesten Vorbilder ist das Blauweiß-Porzellan der frühen Ming-Zeit um 1420.[1] Es war eines der ersten Muster der Manufaktur in Meißen. Um 1740 wurde es von verschiedenen Fayencefabriken übernommen, jedoch erst um 1768 von anderen Porzellanmanufakturen – zuerst von der KPM Berlin. Die Bezeichnung „Zwiebelmuster“ löste um 1850 die bis dahin üblichen Bezeichnungen als „ordinaire Mahlerey“ und „ordinair blau“ ab. Dieses Dekor war im 18. Jahrhundert nicht sehr verbreitet und wurde zwischen 1790 und 1830 kaum produziert. Seit 1860 gehörte es in wohlhabenden Bürgerkreisen Deutschlands zum guten Ton, ein Zwiebelmuster-Service zu besitzen. Aussteuerlisten dieser Zeit empfehlen als Minimum sieben Dutzend Tassen mit Tellern.
Das Zwiebelmuster stellt in Wahrheit keine Zwiebeln dar, sondern Granatäpfel und Pfirsiche – Symbole der Fruchtbarkeit und Langlebigkeit. Das Meißener Zwiebelmuster entstand nach einem etwas anders strukturierten chinesischen Vorbild, das die drei gesegneten Früchte beinhaltete: Pfirsich, Granatapfel und Zitrone (eine gestreifte Melonen- bzw. Tigerzitrone als Fruchtvariante). In der Meißener Gestaltung verschmolz letztere fälschlicherweise mit dem Granatapfel zur Zwiebel.


Quelle und mehr Information bei wikipedia

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